Videoeinsatz auf Facebook unter rechtlichen Gesichtspunkten

Dass Videos sich hervorragend für den Marketingeinsatz eignen, ist nicht wirklich neu.

Die von Thomas Urban, Professor für Wirtschaftsinformatik an der FH Schmalkalden, vor knapp zwei Jahren durchgeführte Studie “Videomarketing, eine empirische Studie zur Nutzung und Akzeptanz von 
Videomarketing aus Unternehmenssicht” zeigt, dass vor allem die Auffindbarkeit in den Suchmaschinen und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im Social Web das Video so attraktiv machen. Wer sich die ARD/ZDF-Onlinestudie 2011 anschaut, versteht, warum das so ist. Knapp ein Drittel der deutschen Onlinenutzer ab 14 Jahren nutzt regelmäßig Videoportale wie YouTube oder Vimeo, Tendenz steigend.

Auch Kultureinrichtungen haben erkannt, dass sich Videos viel leichter verbreiten lassen als ein Text. Ein eigener YouTube-Kanal gehört heute schon zum guten Ton, immer häufiger werden Ausstellungen, Theaterinszenierungen, aber auch Bücher per Video angekündigt. Interessant dabei: ein aufwendig produziertes Video ist dabei nicht immer erfolgreich. Häufig sind es Schnappschüsse oder “lustige” Amateurvideos, die zum großen Renner werden und sich viral verbreiten. Was so einfach klingt, hat aber einen Haken: ein Video ist zwar leicht und billig zu produzieren, aber die rechtlichen Rahmenbedingungen bleiben kompliziert. Beim nächsten Treffpunkt KulturManagement, der am 18. April um 9 Uhr stattfindet, informiert Rechtsanwalt Bernhard Kelz über die möglichen Gefahren, die beim Videoeinsatz im Social Web drohen. Er wird sich dabei vor allem den beiden folgenden Fragen widmen:

1.	Welche juristischen Weichen muss man stellen, um eine legale Verbreitung des eigenen Videomaterials zu ermöglichen?
2.	Welche Lizenzmodelle eignen sich um fremdes Videomaterial für die eigenen Marketingaktivitäten zu nutzen?

Am Beispiel YouTube und Creative Commons Lizenzen zeigt Bernhard Kelz, welche Grenzen aktuell Lizenzmodelle haben und worauf es bei der Lizenzierung eigenen Materials als auch beim „Einkauf“ fremden Materials ankommt. Kelz ist Rechtsanwalt bei der Anwaltskanzlei Arnold (Dresden – Berlin) und leitet dort das Referat IT- & Medienrecht. In diesem Bereich berät er Unternehmen unter anderem zu den rechtlichen Herausforderungen des Online- und insbesondere des Social Media Marketing. Wenn Sie wissen wollen, worauf es beim Einsatz von Videos auf Facebook, Twitter & Co. ankommt, dann sind Sie wie immer herzlich eingeladen.

 
18.04.2012.txt · Zuletzt geändert: 2012/05/09 14:53 von kmnet_admin
 
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